Im Kommunalwahlkampf 2020 waren sich noch alle Swisttaler Parteien einig: Bis 2035 soll die Kommune unterm Strich eine neutrale Nettobilanz im CO2-Ausstoß vorweisen können. Wenn EU, Bund und Länder die notwendigen Schritte nur langsam einleiten, müssen Kommunen vor Ort den Klimaschutz voranbringen.
4 Monate später können sich daran aber nur noch die wenigsten erinnern. Lediglich die Vertreter*innen von Bündnis90/Die Grünen in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses am 26.01.2021 bestanden bei der Diskussion um das Leitbild und Leitziel für die Selbstbindungsplanung im ISEK Prozess auf die Formulierung „klimaneutral“.
„Eine klimafreundliche Gemeinde Swisttal stellt sich nicht den Herausforderungen und Veränderungen in der Zukunft. In allen Bereichen, vom Neubau öffentlicher Gebäude bis hin zur Gestaltung von lebendigen Dorfkernen, müssen die Maßnahmen der Gemeinde Leuchtturm-Projekte sein. Wir können nicht auf der einen Seite von den Bürgerinnen und Bürgern in den Neubaugebieten einfordern unter den neusten Standards Wohnraum zu errichten und dann eigene Gebäude planen, die noch nicht einmal den aktuellen Verordnungen wie zB dem GeG (Gebäudeenergiegesetz) gerecht werden. Die Verwaltung ist zwar grundsätzlich auf einem richtigen Weg dahin, bleibt aber in vielen Bereichen zurück. Deshalb bestehen wir nach wie vor auf Klimaneutralität als Ziel für Swisttal.“
Stephan Faber, aus dem Fraktionsvorsitz der Grünen in Swisttal:


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