Baumschutzsatzung für Swisttal

Die täglichen Nachrichten sind voll von Meldungen über abgestorbene Bäume, Massenrodungen für den Wohnungs- und Straßenbau, Fällung von Bäumen, weil sie angeblich den Fußgängerverkehr behindern oder Anwohner stören.

Der Urwald in Afrika, Australien, der Arktis und Südamerika brennt. Es wird viel zu viel Wald zerstört.  Wir Bürger können aber in unserem privaten Umfeld dafür sorgen, dass gesunde, alte und ortsprägende Bäume erhalten bleiben und geschützt werden zum Schutz der Umwelt und der Tierwelt.  Hierbei würde eine Baumschutzsatzung helfen

Sowohl Bündnis90/Die Grünen als auch viele Bürger haben in der Vergangenheit vergeblich versucht, in der Gemeinde eine solche Schutzsatzung beschließen zu lassen.  Dabei ging und geht es in erster Linie um öffentliche alte, gesunde und ortsbildprägende Bäume und nicht, wie immer wieder irreführend betont wurde, alleine um Bäume auf Privatgrundstücken. Dort würde eine solche Satzung nur greifen, wenn es sich um Bäume der zuvor beschriebenen Kategorie handelt. Sie würde also nur sehr wenige Bäume betreffen. 

Genau diesen Gedanken verfolgt ein dem Umweltausschuss für die kommende Sitzung am 28.11.2019 vorliegender Antrag eines Bürgers (Punkt 5 der Tagesordnung).  Er will mit seinem Petitum erreichen, dass zusätzlich auch sehr alte und ortsprägende Bäume auf Privatgrundstücken geschützt werden und nur dann der Säge zum Opfer fallen dürfen, wenn sie krank, nicht mehr verkehrssicher sind oder einer zulässigen Bebauung im Wege stehen. 

Eine Baumschutzsatzung würde – wie die Erfahrungen in anderen Kommunen zeigen – nicht zu einer unzumutbaren Einschränkung der öffentlichen Hand oder der Privateigentümer führen.  Es spricht somit alles dafür, eine solche Schutzsatzung zu erlassen und Umweltschutzaspekte in den Vordergrund zu stellen.

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