1.000 Bäume für Swisttal

Grüne wollen gemeindeeigene Flächen bepflanzen

„Wir könnten unser Klimaproblem lösen, wenn wir nur genug Bäume pflanzen.“, das jedenfalls sagen Forscher aus Zürich.  Sicherlich wird es in Swisttal nicht ausreichend Platz hierfür geben, denn rein rechnerisch benötigt man, beim derzeitigen CO2-Ausstoß, etwa die doppelte Fläche von Europa. Swisttal kann jedoch einen Teil dazu beisteuern und die CO2-Bilanz damit verbessern.  Gerade in den letzten Wochen konnten man in Swisttal allerorts sehen, dass hier gefühlt mehr Bäume entfernt als gepflanzt wurden.

Die Fraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN Swisttal haben nun einen Prüfantrag an die Verwaltung gestellt. Geprüft werden soll: Auf welchen Grünflächen der Gemeinde langfristig Bäume angelegt werden können und welche gemeindliche Flächen sich hierfür nutzen lassen.

Die GRÜNEN haben einige Vorschläge aufgeführt, wie und bei wem man für mögliche Baumpatenschaften anfragen könnte.

Man schlägt beispielsweise Streuobstwiesen vor, die öffentlich zugänglich sind und im Sommer neben den Nahrungsgrundlagen für Insekten und Vögel auch den Bürger zum Naschen einladen.

Eine weitere Möglichkeit sind Hochzeitsbäume, die bei den zahlreichen Trauungen auf Schloss Miel und Burg Heimerzheim angeboten werden können. Mit einer Baumpatenschaft verleiht man der Ehe eine wachsende Erinnerung an diesen besonderen Tag.

Ein Baum für Swisttaler Neugeborene ist auch ein Symbol für Wachstum und Zukunft. Mit einer solchen Baumpatenschaft zeigt man somit auch die Verwurzelung mit Swisttal.

Auch die derzeit vielerorts angepflanzten „Kamellebäume“, die von Karnevalsgesellschaften gesetzt werden, wären ein sehr schönes Zeichen für den CO2-Neutralisation der Umzüge und das Zusammenwachsen der Karnevalsfamilie in Swisttal.

Die Aufforstung der Freiflächen auf den Friedhöfe ist eine weitere sinnvolle Möglichkeit, dort können dann später einmal Baumbestattungen stattfinden.

„Wir möchten mit diesem Antrag einen Beitrag zu einem angestrebten klimaneutralen Swisttal anstoßen. Es gibt sehr viele schöne Pflanzmaßnahmen und wir sollten diese Maßnahmen nun zukunftsweisend angehen. 1000 Bäume sind natürlich erst ein Anfang.“, so die Aussage von Udo Ellmer, Sprecher der GRÜNEN im Rat.



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